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Aus unserer Sicht

07. Juli 2011
Gestern unterhielten Manuela und ich uns über Personalentwicklung und kamen dabei aufs internalisieren und externalisieren. Im Coaching sind das gängige Begriffe, wenn’s um die Zuweisung von Ursachen geht. Wenn alle anderen Schuld haben, externalisiert man. Sieht man die eigenen Anteile, wird internalisiert. Beides ist im Übermaß nicht hilfreich, aber man geht im Coaching davon aus, dass das Erkennen von Eigentanteilen und von Wechselwirkungen zwischen internen und externen Faktoren hilfreich für eine Lösung ist (Coachs und andere Experten mögen mir die Generalisierungen verzeihen).
Der Blick auf die Quelle der attribuierten Ursachen ist beispielsweise in der Personalentwicklung und -führung sehr hilfreich. Aber die Sichtweise lässt sich durchaus auch auf die PR übertragen. Denn wenn die Ursachen für fehlenden Erfolg und Ergebnisse immer nur externalisiert werden (die Medien, der Kunde, die Agentur und der Rest der Welt ), verlieren sich Gestaltungsräume. Schließlich bleibt nach dem Appell an andere sich zu ändern, beim konsequenten Externalisieren nur eins: die Resignation.
Wenn es also das nächste Mal in der PR klemmt: internalisieren Sie doch einfach einmal eine Runde und prüfen Sie, ob sich aus den so gefundenen Ursachen und Wechselwirkungen auch Chancen bieten, die Progamme und Maßnahmen so zu ändern, dass es plötzlich wieder rund läuft.
Von Ute Richter
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